Kaufberatung & Vergleiche

Sony FX2 Test: FX2 vs A7 IV – lohnt sich das?

Sony FX2 Test: alter A7-IV-Sensor, fester Sucher, 3200 Euro. Ehrlicher FX2 vs A7 IV Vergleich – für wen sich die FX2 lohnt und für wen nicht.

SSerkan · seroTechContent Creator aus Frankfurt 30. Mai 2025 8 Min Lesezeit
TL;DR: Die Sony FX2 packt den 33-Megapixel-Sensor der A7 IV in einen FX3-Body, dazu einen fest verbauten Sucher und aktive Kühlung. Der Haken: Der Sensor ist alt, und in Deutschland kostet die FX2 rund 3200 Euro, während du die A7 IV mit Cashback für unter 2000 Euro bekommst. In den USA ergibt der kleine Aufpreis Sinn, hier nicht. Mein Sony FX2 Test zeigt dir, für wen sie trotzdem passt.

Basiert auf meinem Video: Meine Meinung zur Sony FX2 – Lohnt es sich?

„The journey begins here.“ Mit dem Satz hat Sony die FX2 vorgestellt, und genau dieser Satz hat meine Meinung gedreht. Denn er verrät die Zielgruppe: angehende Filmmaker, die durchstarten wollen. Nur baut Sony dafür eine Kamera mit altem Sensor und einem Sucher, nach dem keiner gefragt hat. Ich bin bei der FX2 richtig zwiegespalten, und hier bekommst du meine ehrliche Einordnung ohne Nerd-Specs-Wall.

Kurz vorweg: Ich hatte die Kamera nicht in der Hand. Meine Einschätzung zieht sich aus einer Million Videos und allem, was ich zur FX2 gelesen habe, verdichtet zu einer eigenen Meinung. Fakten bleiben Fakten, und was nicht gut ist, sage ich auch.

Was ist die Sony FX2 überhaupt?

Die FX2 ist eine neue Kamera der Cinema-Line von Sony, positioniert als Einsteiger-Filmemacher-Body. Stell dir eine A7 IV auf Steroiden vor. Der Body ist derselbe wie bei der FX3, mit den ganzen coolen Mounting-Punkten, die der A7 IV fehlen. Der Sensor kommt aber eins zu eins aus der A7 IV: 33 Megapixel, Rolling-Shutter-Wert von 26 Millisekunden. Das ist ziemlich langsam.

Der ganze smarte Kram ist mit an Bord: KI-Autofokus-Chip, Autoframing, Dynamic Active Stabilization, alles was du aus der ZV-Reihe kennst. Dazu ein Dual-SD-Karten-Slot, wobei nur der erste CFexpress kann und der zweite nicht. Und natürlich die aktive Kühlung, die ist neu und besser.

Wenn du grundsätzlich noch überlegst, in welches System du überhaupt einsteigst, lies vorher meine große Kaufberatung, welche Sony Kamera kaufen sinnvoll ist. Da ordne ich das komplette Lineup ein.

FX2 vs A7 IV: was ist wirklich anders?

Direkte Antwort: technisch trennt die beiden erschreckend wenig. Gleicher Sensor, gleicher Crop, gleiche KI-Features. Die FX2 legt Cinema-Body, festen Sucher und aktive Kühlung drauf, verlangt dafür aber deutlich mehr Geld.

Ein Detail beim Sensor ist der Dual-Base-ISO. Die FX2 hat 800 und 4000, die A7 IV und die A7C II mit demselben Sensor haben 800 und 3200. Praktisch heißt das: Das Bild sieht nicht mehr so glatt aus, das Rauschen wirkt etwas gröber, aber nur was das Rauschen angeht ist es dadurch optimierter. Trotzdem bleibt es derselbe veraltete Sensor. Wer sauber belichten will, sollte ohnehin S-Log3 richtig belichten und Rauschen vermeiden verstehen, das bringt mehr als jeder ISO-Wert auf dem Papier.

Beim Slow-Motion gibt es einen Unterschied, den ich anfangs falsch hatte. Die FX2 kann sehr wohl in den S&Q-Modus. Aber: In Full-HD 100 Frames bekommst du nur 4:2:0 in 8 Bit. Die A7 IV liefert dasselbe in 4:2:2 mit 10 Bit. Wer viel im Grading arbeitet, merkt den Unterschied.

Merkmal Sony FX2 Sony A7 IV
Sensor 33 MP (aus A7 IV) 33 MP
Dual Base ISO 800 / 4000 800 / 3200
Rolling Shutter ca. 26 ms ca. 26 ms
Full-HD 100/120p 4:2:0 8 Bit 4:2:2 10 Bit
Sucher (EVF) fest verbaut, klappbar integriert
Cinema-Mounting-Punkte ja nein
Aktive Kühlung ja nein
Preis Deutschland ca. 3200 Euro ca. 2000 bis 2500 Euro

Wenn du die A7 IV noch nicht kennst: In meinem A7 IV Hybrid-Guide für Foto und Video zeige ich, warum sie seit Jahren das Arbeitstier vieler Creator ist.

Warum stört dich der feste Sucher?

Weil du ihn nicht abnehmen kannst. Der EVF ist die größte Neuerung der FX2, und gleichzeitig mein größter Kritikpunkt. Du kannst ihn hochklappen und runterklappen, aber nicht abmontieren.

Mein erster Gedanke war der Alltag mit der Kamera. Ob Trolley, große 55-Liter-Tasche oder ein kompaktes Setup, egal welches Szenario ich durchspiele: Der Sucher kommt immer irgendwo an und nervt. Gerade bei einer kompakten Tasche, die du den ganzen Tag mitschleppst, ist das ein echter Punkt. Nach so einem festen Sucher hat, ehrlich, niemand gefragt.

Für wen lohnt sich die FX2 als Hybridkamera?

Für Leute, die richtig gute Fotos und Videos aus einem Cinema-Body wollen. Genau hier hat der alte Sensor seinen Sinn. 33 Megapixel machen die FX2 zur echten Hybridkamera. Über den Sucher schießt du saubere Fotos, und zwar in einer Auflösung, die für kommerzielle Jobs reicht.

Zum Vergleich: Die FX3 hat 12 Megapixel. Für Low-Light ist das top, für Fotos aber schwach. Social Media geht damit locker, aber Hochzeitsfotografie oder andere kommerzielle Sachen sind mit 12 Megapixel nicht drin. Da spielt die FX2 ihre Stärke aus. Der Sensor ist alt, ABER genau diese hohe Auflösung plus Cinema-Body macht sie zum flexibleren Werkzeug für Foto und Video in einem Gehäuse.

Warum überhaupt der alte Sensor? Reine Spekulation von mir: Sony sitzt vermutlich auf Hunderttausenden dieser Sensoren, und die müssen irgendwo verbraucht werden. Ich weiß es nicht besser, aber die Rechnung würde passen.

Sony FX2 Preis: der Haken in Deutschland

Am Ende ist es immer eine Preisfrage. Und hier trennt sich USA von Deutschland hart.

In den USA kostet die FX2 rund 2699 Dollar, die A7 IV liegt nur etwa 200 bis 300 Dollar darunter. Wenn du dort keine Kamera hast und mich fragst: FX2 oder A7 IV? Dann sage ich, greif zur FX2. Du bekommst Dynamic Active Stabilization, den KI-Autofokus-Chip, denselben Sensor, denselben Crop und den Sucher obendrauf. Bei dem kleinen Aufpreis gibt es keinen Grund, ihn nicht zu zahlen.

In Deutschland dreht sich das komplett. So sieht die Rechnung aus:

1. A7 IV UVP: rund 2500 Euro. 2. A7 IV mit Cashback oder Aktion: oft 2000 Euro, manchmal weniger. 3. Sony FX2: rund 3200 Euro.

Heißt: Du zahlst im schlimmsten Fall etwa 700 Euro mehr, im Extremfall über 1200 Euro mehr. Für im Kern dieselbe Kamera, plus ein paar Mounting-Punkte und die aktive Kühlung. Dazu ist das LCD-Display dasselbe geblieben, obwohl die kurz zuvor gezeigte FX3a ein besseres Display hat. Warum nicht auch hier? Weil der Preis sonst weiter steigt. Sony muss ihn irgendwo drücken, deshalb fehlen Dinge wie 4K 120 ohne Crop.

Bei uns kommen aus steuerlichen Gründen immer erhöhte Preise obendrauf. Deshalb sage ich als jemand, der Sony wirklich mag: In Deutschland kann ich die FX2 aktuell nicht empfehlen.

Der Geheimtipp statt FX2: Sony ZV-E1 plus Kühler

Wenn dich der FX3-Look und der Vollformat-Sensor reizen, du aber nicht über 4000 Euro für eine FX3 legen willst, dann schau dir die Sony ZV-E1 an. KI-Chip, LUTs direkt integriert, derselbe 12-Megapixel-Sensor wie die FX3, und das für rund 2200 Euro.

Das einzige Thema ist die Hitze, und die löst du mit einem externen Lüfter. Ich klemme einen Ulanzi-Kühler hinten dran, packe die Kamera in einen Ulanzi-Cage mit vielen Mounting-Punkten, hänge bei Kundenshootings eine V-Mount-Batterie ans Stativ, und schon habe ich praktisch eine FX3 in der Hand, die nicht überhitzt. Wie das genau läuft, zeige ich in meinem Guide zum Überhitzung der ZV-E1 mit externem Lüfter lösen und im kompletten ZV-E1 Vollformat-Vlogging-Guide.

Klar, extra Tools sind kein Verkaufsargument für eine Kamera. Aber man kann sich gewisse Sachen einfach zurechtbasteln, wenn man weiß, wie man mit dem Gear umgeht.

Was mir bei Sony grundsätzlich fehlt

Die FX2 legt einen Finger auf ein größeres Problem. Kein Open Gate. Es gibt keine Sony-Kamera unterhalb der 30.000-Euro-Venice, die Open Gate kann. Anamorphes Entzerren geht auch nicht sauber intern, nur 1,33x und 2x, während das meiste heute mit 1,5x gedreht wird. Du brauchst also immer externe Lösungen, und das stört. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

Schau dir dagegen eine Lumix S1 II im selben Preissegment an, die bringt genau diese Features mit. Wenn das so weitergeht und keine echten Innovationen kommen, muss ich langsam überlegen, ob ich mein Sony-Equipment ersetze. Wer die FX-Serie besser einordnen will, findet in meiner FX30 Analyse und Positionierung im Lineup den passenden Kontext.

Häufige Fragen zur Sony FX2

Lohnt sich die Sony FX2 in Deutschland? Eher nicht. Bei rund 3200 Euro zahlst du 700 bis über 1200 Euro mehr als für eine A7 IV, die technisch fast identisch ist. In den USA mit nur kleinem Aufpreis sieht das anders aus.

Was ist der Unterschied zwischen FX2 und A7 IV? Gleicher 33-Megapixel-Sensor, gleicher Crop, gleiche KI-Features. Die FX2 hat Cinema-Body mit Mounting-Punkten, festen Sucher und aktive Kühlung. Die A7 IV liefert dafür 4:2:2 10 Bit im Slow-Motion, wo die FX2 nur 4:2:0 8 Bit kann.

Hat die Sony FX2 einen neuen Sensor? Nein. Es ist der bekannte 33-Megapixel-Sensor der A7 IV mit langsamem Rolling Shutter. Nur der Dual-Base-ISO wurde auf 800 und 4000 geändert, was das Rauschverhalten leicht verändert.

Kann man den Sucher der FX2 abnehmen? Nein. Der EVF ist fest verbaut, du kannst ihn nur hoch- und runterklappen. Im Transport ist das mein größter Kritikpunkt.

Für wen ist die FX2 gedacht? Für Einsteiger, die mit Filmmaking durchstarten wollen, einen Cinema-Body suchen, aber keine 4000 Euro für die FX3 ausgeben möchten. Als Hybrid für Foto und Video macht sie durch die 33 Megapixel Sinn.

Mein Fazit

Ehrlich gesagt bin ich enttäuscht, aber die FX2 ist keine schlechte Kamera. Sie ist mir für den deutschen Markt schlicht zu teuer, und Sony hätte mehr zu bieten. In den USA würde ich zugreifen, hier greife ich lieber zur A7 IV oder bastle mir die ZV-E1 mit Kühler zurecht.

Ganzes Video auf YouTube ansehen und mir in den Kommentaren sagen, was du von der FX2 hältst.

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Content Creator aus Frankfurt. Auf seroTech zeige ich cinematisches Filmmaking, Kamera-Technik und Color Grading — ehrlich eingeordnet aus der echten Praxis, mit Sony & DJI im Einsatz.

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