Basiert auf meinem Video: Welche Sony Kamera kaufen in 2023? Sony Kaufberatung von A – Z
Sony hat dieses Jahr so viele Kameras rausgehauen, dass selbst ich manchmal kurz überlegen muss, welche jetzt für wen ist. FX30, ZV-1F, A7R V, dazu die alten Hasen wie die A6400 und die A7 III. Wenn du gerade davor sitzt und nicht weißt, welche Sony Kamera du kaufen sollst, geht dir das genau richtig. Ich sortiere hier das komplette Lineup von der kleinsten bis zum Flaggschiff, damit du am Ende nicht ratest, sondern weißt.
Der Trick ist einfach: erst die Sensorgröße festlegen, dann entscheiden ob du mehr Fotos oder mehr Video machst. Danach fällt der Rest fast von allein raus.
Welche Sensorgrößen gibt es bei Sony?
Sony baut Kameras mit drei Sensorgrößen: 1 Zoll, APS-C und Vollformat. Je größer der Sensor, desto besser das Bild bei wenig Licht und desto teurer die Kamera. Das ist die erste Weiche, die du stellst.
Grob kannst du dir merken: 1 Zoll ist für die Hosentasche und schnelle Clips, APS-C ist der Sweet Spot für Einsteiger und viele Creator, Vollformat ist für alle, die das maximale Bild wollen und dafür zahlen. Wenn du dir bei dem Thema noch unsicher bist, hab ich das im Detail im Artikel zu APS-C vs Vollformat vs Micro Four Thirds auseinandergenommen.
| Sensorklasse | Beispiele | Wofür |
|---|---|---|
| 1 Zoll | ZV-1, ZV-1F, RX100, RX0 | Vlogging, Schnappschüsse, Kompakt |
| APS-C | ZV-E10, FX30, A6100/A6400/A6600 | Einstieg, Content, Indie-Film |
| Vollformat | A7 IV, A7C, A7S III, A7R V, A1 | Foto/Video Profi, Low Light |
Die 1-Zoll-Kameras: klein, leicht, für unterwegs
Die 1-Zoll-Klasse ist die kleinste und günstigste, gedacht für Leute, die nicht viel schleppen wollen. Hier gibt es drei Linien: die RX100 (bis zur RX100 VII), eine reine Point-and-Shoot für schnelle Fotos, die RX0 als kleine Action-Cam im Stil einer GoPro Session, und die ZV-Serie fürs Vlogging.
Bei der ZV-Serie musst du zwischen zwei Modellen unterscheiden, und die verwechseln viele. Die ZV-1 hat ein Zoom-Objektiv (rund 24mm, per Clear Image Zoom bis 70mm rein), macht RAW-Fotos und hat einen Gesichtserkennungs-Autofokus. Die ZV-1F hat ein festes 20mm-Objektiv, macht nur JPEG und nutzt einen kontrastbasierten Autofokus.
Ehrlich gesagt ist die ZV-1 die klar vielseitigere Kamera, weil sie Foto und Video kann. Die ZV-1F wurde eher als bessere Handykamera gebaut, für Leute, die sich mit Technik nicht groß beschäftigen wollen. Welche der beiden zu dir passt, klärt mein Artikel Welche Sony ZV Kamera kaufen genauer.
Welche Sony APS-C Kamera ist die beste?
Für die meisten Einsteiger und Content Creator ist die ZV-E10 die beste APS-C Wahl, weil sie das stärkste Preis-Leistungs-Verhältnis im ganzen Lineup hat. Sie kostet rund 580 Euro, und obwohl der Sensor schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, hat Sony den Autofokus richtig gut hinbekommen. Damit machst du eine Qualität, die deutlich über dem Preis liegt.
Der Schwachpunkt der ZV-E10: kein Sucher, nur ein rausklappbarer Screen, und die Stabilisierung ist reine Software. ABER für den Preis, mit gutem Autofokus und der Möglichkeit, richtig starke APS-C-Objektive dranzuhängen, ist sie für den Start kaum zu schlagen. Den kompletten Durchlauf findest du im ZV-E10 Komplett-Guide mit Einstellungen und Praxis.
Daneben stehen diese APS-C-Optionen:
1. FX30 (Oktober 2022) – eine Video-Maschine für Doku, kleine Filme und Indie-Produktionen. Hat keinen mechanischen Auslöser, macht Fotos also nur elektronisch und einzeln. Für reines Filmen ein Biest, mehr dazu in der FX30 Analyse und Positionierung im Lineup. 2. A6100 / A6400 / A6600 – die besseren Hybriden in APS-C, stark bei Fotos. Die A6600 hat IBIS (In-Body-Stabilisierung, nicht die beste, aber besser als nichts) und den größeren Akku, denselben wie die FX30. 3. ZV-E10 – der Preis-Leistungs-König fürs Erstellen von Content.
Ein Punkt zur 6000er-Reihe: Die filmt nur in 8-Bit und der Bildschirm klappt nur nach oben, nicht zur Seite. Deshalb rechne ich damit, dass Sony diese Linie bald erneuert. Wenn du eine davon gebraucht zu einem guten Preis bekommst, ist das trotzdem eine sehr gute Foto- und Videokamera.
Welche Sony Vollformat-Kamera lohnt sich?
Wenn du Foto und Video ohne Kompromiss willst, ist die A7 IV die beste Preis-Leistungs-Vollformat-Kamera bei Sony. Ich hab sie mir selbst gekauft, für rund 2500 Euro ohne Objektiv, und für das, was ich mache (Fotos plus Video jeder Art), punktet sie einfach. Sie filmt in 10-Bit, also deutlich mehr Farben, kann in S-Log3 drehen, hat zwei SD-Slots und nimmt unbegrenzt auf.
Warum 10-Bit und S-Log3 so wichtig sind: Du holst dir in der Post viel mehr Spielraum beim Color Grading. Wenn du damit einsteigst, lies unbedingt S-Log3 richtig belichten und Rauschen vermeiden, sonst verschenkst du das Potenzial. Die ganze Kamera hab ich im A7 IV Hybrid-Guide für Foto und Video auseinandergenommen.
Darunter sitzen zwei ältere Vollformat-Optionen:
- A7 III – lange das Einstiegsmodell, top Fotokamera mit guter Videofunktion. Filmt aber nur in 8-Bit und der Screen klappt nur nach oben.
- A7C – nimmt die Technik der A7 III, packt aber einen seitlich klappbaren Screen dazu, hat einen SD-Slot und nimmt unbegrenzt auf. Sie zeichnet Gyro-Daten mit auf, sodass du dein Footage nachträglich mit Sonys kostenlosem Catalyst Browse stabilisieren kannst. Wackliges Vlog-Material rettest du damit im Schnitt, wie das geht steht im Artikel zu Footage stabilisieren mit Sony Catalyst Browse.
Mein ehrlicher Rat: Wenn du zwischen A7C und A7 IV schwankst, spar lieber noch ein paar Euro und nimm direkt die A7 IV. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis in Foto und Video ist die für mich unschlagbar.
A7S III, A7R V, A9, A1: die Spezialisten erklärt
Über der A7 IV wird es spezifischer, und die Buchstaben verraten dir schon, wofür jede Kamera gebaut ist. S steht für Sensitivity (Empfindlichkeit, also Low Light), R für Resolution (Auflösung, also Megapixel). So ordnest du sie ein:
| Modell | Buchstabe/Zweck | Kernstärke | Ungefähr |
|---|---|---|---|
| A7S III | S = Sensitivity | Low Light, 4K 120fps, kein Überhitzen, 12 MP | ~4000 € |
| FX3 | Cinema-Version der A7S III | gleiche Technik, Lüfter, Video-Buttons | Cinema Line |
| A7R V | R = Resolution | 61 MP, 8K Video, Flip-Screen, KI-AF | Foto-Profi |
| A7R IV | R = Resolution | 61 MP, ohne die neuen Features (Schnäppchen) | günstiger |
| A9 | Speed | 20 Bilder/Sek., Sport und Wildlife | Action |
| A1 | Flaggschiff | 50 MP, 4K, fast kein Rolling Shutter | ~8000 € |
Kurz zu den wichtigsten: Die A7S III ist eine der besten Videokameras auf dem Markt, extrem stark bei wenig Licht, mit einem fantastischen 9,44-Millionen-Dot-EVF. Sie hat aber nur 12 Megapixel. Heißt: super Fotos sind drin, aber zum Reinkroppen oder Ausdrucken ist die Auflösung zu niedrig. Deshalb sehen die meisten sie als reine Videokamera, und das ist auch richtig so.
Die FX3 ist im Grunde dieselbe Kamera im Kinogehäuse, mit Lüfter, angepasstem Cinema-Menü und videofreundlicheren Knöpfen (Zebras, große rote Record-Taste, ISO, Weißabgleich direkt griffbereit). Genau das Verhältnis von FX30 zu ZV-E10 gilt hier zwischen FX3 und A7S III.
Die A7R V filmt sogar in 8K, ist aber wegen ihrer 61 Megapixel klar eine Fotokamera, ideal für Landschaft und Detailaufnahmen. Der Clou: Selbst wenn du ein APS-C-Objektiv dranhängst und dadurch einen Crop hast, bleibt genug Auflösung für scharfe Bilder. Wer die Zusatzfeatures nicht braucht, greift zur älteren A7R IV mit demselben 61-MP-Sensor.
Die A9 ist auf Geschwindigkeit ausgelegt, 20 Bilder pro Sekunde elektronisch, sagenhafter Autofokus, für Sport und Wildlife gebaut. Video ist hier nicht die Stärke. Die A1 ist das Flaggschiff, der Master of All: 50 MP, 4K, so schneller Prozessor, dass Rolling Shutter fast wegfällt. Eine Traumkamera, für rund 8000 Euro, die ich wegen des nicht voll beweglichen Displays trotzdem eher als Foto- denn als Videokamera sehe.
Die reine Cinema-Reihe (FX6, Venice) lasse ich hier bewusst raus, das ist Filmmaker-Terrain und nicht das, wofür die meisten von uns eine Kamera suchen.
Häufige Fragen
Welche Sony Kamera ist die beste für Einsteiger? Die ZV-E10. Rund 580 Euro, sehr guter Autofokus und du kannst starke APS-C-Objektive dranhängen. Für den Start das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Lineup.
Welche Sony Kamera für Foto und Video zugleich? Die A7 IV. 10-Bit, S-Log3, zwei SD-Slots, unbegrenzte Aufnahme. Für mich die beste Hybrid-Kamera bei Sony fürs Geld.
Was ist der Unterschied zwischen A7S III und A7R V? Das S steht für Sensitivity (Low Light, Video, nur 12 MP), das R für Resolution (61 MP, Fotodetail, sogar 8K Video). A7S III ist die Videokamera, A7R V die Fotokamera.
Lohnt sich noch die A7 III oder A7C? Wenn du sie günstig bekommst, ja, beides solide Hybriden. Beide filmen aber nur in 8-Bit. Wer die Wahl hat und ein bisschen mehr ausgeben kann, nimmt lieber direkt die A7 IV.
FX30 oder ZV-E10? FX30, wenn du wirklich filmen willst (Doku, Indie, Cinema-Handling). ZV-E10, wenn du günstig einsteigen und Content für YouTube oder Social machen willst.
Fazit und dein nächster Schritt
Merk dir die eine Regel: erst Sensorgröße, dann Foto oder Video. Damit hast du 90 Prozent der Entscheidung erledigt. Einstieg heißt ZV-E10, Hybrid ohne Kompromiss heißt A7 IV, reines Video heißt A7S III oder FX30, maximale Auflösung heißt A7R V. Wenn du dich tiefer reingraben willst, hab ich alle direkten Duelle im großen Sony Kamera Kaufberatungs-Hub gesammelt.
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