Basiert auf meinem Video: Welche Sony Kamera in 2024 kaufen? Kamera Guide A-Z
Sony hat 2023 einen Haufen neuer Kameras rausgehauen und mein altes Kaufberatungs-Video ist damit alt. Das Problem: Du stehst vor 15 Modellen mit kryptischen Namen und weißt am Ende nicht, ob die A7C II jetzt besser ist als die A7 IV oder warum eine Kamera mit 12 Megapixeln teurer sein kann als eine mit 61. Ich sortiere dir hier das ganze Lineup nach zwei simplen Fragen: Wie viel willst du ausgeben, und machst du Foto, Video oder beides?
Welche Sony Kamera kaufen 2024 bei kleinem Budget?
Bei kleinem Budget kaufst du gebraucht oder greifst zur ZV-E10. Für reine Fotografen ist die A6400 aus der 6000er-Reihe die Antwort: eine APS-C-Kamera, die es schon seit Jahren gibt, mit 24 Megapixeln. Sie filmt zwar auch in 4K25 in 8 Bit, hat aber keine Bildstabilisierung. Für reines Fotografieren mit einem guten Objektiv ist sie richtig stark, und gebraucht bekommst du sie günstig.
Geht es dir vor allem um Video, empfehle ich die Sony ZV-E10. Ich hab im deutschsprachigen Raum wahrscheinlich die meisten Videos zu der Kamera gemacht, und für 500-600 Euro ist sie ein Brett. Du kannst APS-C-E-Mount-Objektive draufmachen, Vollformat-Objektive gehen mit Crop auch. Sie filmt in 4K in verschiedenen Farbprofilen, aber leider nur in 8 Bit. Nimm da Picture Profile HLG3 statt S-Log2, damit holst du das bessere Ergebnis raus. Wie du die Kamera richtig einstellst, zeige ich dir im kompletten Guide zur ZV-E10.
Es geht noch günstiger, wenn du eine Kamera mit festem Objektiv akzeptierst:
- Sony ZV-1 II: Kompaktkamera mit fest verbautem 18-50mm-Zoom, 4K, Farbprofile. So klein, dass sie in die Hosentasche passt. Reine Run-and-Gun-Kamera für Vlogger.
- Sony ZV-1F: Noch kompakter, festes 20mm, 20 Megapixel, weniger Features. Kostet um die 400-500 Euro. Besser als ein Smartphone, aber eingeschränkter als eine Systemkamera. Mehr dazu im Ersteindruck zur ZV-1F.
Der Unterschied zur ZV-E10: Bei der brauchst du schon etwas fortgeschrittenes Wissen, um alles rauszuholen. Die ZV-1-Modelle nimmst du einfach in die Hand und vloggst los.
Mittelklasse: die beste Sony Kamera für Foto und Video
Im Mittelpreis-Segment ist die A6700 mein Gamechanger für Foto und Video. Sie hat 26 Megapixel, filmt in 10 Bit 4K mit bis zu 120 Frames, kann die gängigen Picture Profiles 1-10, S-Log3 und S-Cinetone. Der Clou ist der KI-Autofokus: Die Kamera hat einen extra Prozessor nur für den Fokus, der Motive wie Vögel, Züge, Flugzeuge, Autos und Menschen erkennt. Dazu kommen 5-Achsen-Stabilisierung, 14 Blendenstufen Dynamikumfang, Breathing Compensation, LUT-Import und eine Focus-Map-Funktion. Für rund 1.600 bis 2.000 Euro ist das brutal viel Kamera. Ich hab die A6700 als neue APS-C-Hybrid-Kamera genauer eingeordnet.
Wenn du nur Video machst, ist die FX30 die APS-C-Alternative aus der Cinema Line. Größeres Gehäuse mit aktiver Kühlung, zwei CFexpress-Slots, vollwertiger HDMI-Anschluss statt Micro-HDMI. Sie hat nur 12 Megapixel, aber für Video reicht das dicke: Weniger Pixel heißt besseres Rauschverhalten bei wenig Licht. Der zweite Wert des Dual Base ISO liegt bei 12800. Den KI-Autofokus hat sie nicht, weil sie vor dem neuen System rauskam.
Jetzt zu Vollformat. Die A7C II ist Sonys kompakte Vollformat-Hybridkamera, ungefähr so groß wie die ZV-E1. 33 Megapixel, 4K60 in 10 Bit S-Log3, LUT-Import, KI-Autofokus, starke Stabilisierung. Sie ist quasi eine kleinere A7 IV mit nur einem SD-Slot, weniger Tasten und etwas anfälliger für Überhitzung.
Und damit sind wir bei der A7 IV, dem großen Bruder. Physisch größer, besserer Grip, mehr Tasten, weniger überhitzungsanfällig. Sie hat weder KI-Autofokus noch LUT-Import, aber der normale Autofokus ist trotzdem top. 4K60 mit Dual Base ISO 800 und 3200, saubere Fotos und Videos. Für rund 2.200 Euro (zur Black Week auch mal 2.000) machst du damit nichts falsch. Details im A7 IV Hybrid-Guide.
Willst du kompakt fotografieren mit maximaler Auflösung, gibt es die A7CR. Der kleine Bruder der A7R5: leicht, kompakt, 61 Megapixel, 5-Achsen-Stabilisierung, KI-Autofokus, 10 Bit 4K60. Sie hat 693 Phasen-Detektor-Punkte, die etwa 79 Prozent des Bildbereichs abdecken. Das heißt, dein Motiv wird auch an den Rändern sauber erkannt.
Welche Sony Kamera für kompaktes Cinematic-Video?
Für kompaktes, richtig gutes Video ist die ZV-E1 meine Empfehlung. Sie hat denselben 12-Megapixel-Sensor wie die A7S III, nur kleiner und leichter verpackt. Der KI-Autofokus ist drin, dazu Dynamic Active Stabilization: Mit einem extra Crop sieht das Bild so stabil aus, als hättest du es auf einem Gimbal gefilmt. Die Kamera kann dich sogar per Auto-Framing verfolgen, indem sie ins Bild reincroppt und dir folgt, ohne sich physisch zu bewegen. 4K120, S-Log3, Dual Base ISO 640 und 12800, LUT-Import.
Die ehrliche Schwäche: Sie überhitzt. ABER für Vlogger und Content Creator, die Run-and-Gun machen und nicht am Stück eine Stunde durchfilmen, ist das kein echtes Thema. Das Video, das du oben verlinkt siehst, hab ich damit gedreht, fast 20 Minuten am Stück, und sie lief tadellos. Wie du die Überhitzung in den Griff bekommst, steht im Komplett-Guide zur ZV-E1.
Oberklasse: Kameras jenseits von 3.000 Euro
Über 3.000 Euro wird es Spezialisten-Terrain. Hier zählt nicht mehr „kann alles“, sondern wofür du sie genau brauchst.
| Kamera | Stärke | Auflösung | Video | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|
| A7R V | Foto-Detail, Klapp-Display | 61 MP | 8K30, 4K120 | ab 3.000 € |
| A9 III | Global Shutter, Sport/Wildlife | 24 MP | 4K | über 5.000 € |
| A7S III | Video, keine Überhitzung | 12 MP | 4K120 | knapp 3.000 € |
| FX3 | Cinema, Vollformat | 12 MP | 4K120 | über FX30 |
| A1 | Alleskönner-Flaggschiff | 50 MP | 8K30, 4K120 | ca. 7.000 € |
Die A7R V ist die Foto-Auflösungsmaschine mit KI-Autofokus und einem innovativen Display, das nicht nur 360 Grad flippt, sondern sich auch nach vorne schieben lässt. 61 Megapixel, 8K30, 1/8000 Verschluss, zwei SD-Slots, 10 Bilder pro Sekunde mechanisch. Bei Video ist der Dual Base ISO nicht so stark, das ist klar eine Fotokamera.
Die A9 III ist die erste Kamera überhaupt mit Global Shutter. Bei einem normalen Rolling Shutter liest der Sensor von oben nach unten aus, und beim schnellen Schwenk bekommst du den wabbeligen Jello-Effekt. Der Global Shutter liest den kompletten Sensor auf einmal, das Bild bleibt wie eingefroren. Für Sport- und Wildlife-Fotografie ist das der Traum: 24 Megapixel, Shutter bis 1/80000, 120 Bilder pro Sekunde. Warum das so ein großer Sprung ist, hab ich in Global Shutter erklärt aufgedröselt.
Die A7S III sieht aus wie eine A7 IV, hat zwei SD-Slots und ist praktisch nicht überhitzungsanfällig. Sie ist wie die ZV-E1, nur ohne die neuen Features wie LUT-Import und KI-Autofokus. Unter Videografen und YouTube-Kollegen ist sie extrem beliebt. Die FX3 ist der große Bruder der FX30 in Vollformat, gleiche Features, kein KI-Autofokus, etwas teurer. Und die A1 ist Sonys Alleskönner-Flaggschiff für rund 7.000 Euro: 50 Megapixel, 8K30, 4K120. Kein Global Shutter und kein KI-Autofokus, weil sie schon länger auf dem Markt ist. Eine A1 II wird gemunkelt.
Kurz gesagt: welche Sony Kamera passt zu dir?
Damit du nicht scrollen musst, hier meine klaren Empfehlungen aus dem Video:
1. Einsteiger, nur Video, kleines Budget: Sony ZV-E10 (500-600 €) plus ein gutes Objektiv wie das Sigma 18-50mm. 2. Nur Foto, hobbymäßig: Sony A6400 gebraucht. 3. Foto und Video zusammen, APS-C: Sony A6700, mein Geheimfavorit. 4. Foto und Video, Vollformat: Sony A7 IV (ohne LUTs und KI-AF, aber Gamechanger). 5. Reines Profi-Video, cinematisch: FX3. Ab und zu Fotos dazu: A7S III. 6. Kompakt, Vollformat, Foto und Video: A7C II. Eher Foto: A7CR. 7. Content Creator, kompaktes Top-Video: Sony ZV-E1. 8. Sport- und Wildlife-Profi: A9 III, da geht kein Weg vorbei.
Ob APS-C oder Vollformat für dich überhaupt Sinn ergibt, klärt der Vergleich APS-C vs. Vollformat vs. Micro Four Thirds. Und weil die Kamera nur die halbe Miete ist: Das passende Glas findest du im Objektiv-Guide für Sony. Wenn du noch tiefer in die einzelnen Modelle und alle direkten Vergleiche willst, ist die große Sony-Kaufberatung dein Startpunkt, ergänzt durch die Kaufberatung von A bis Z.
Häufige Fragen
Welche Sony Kamera ist 2024 die beste für Anfänger? Für Video-Einsteiger die ZV-E10 für 500-600 Euro, für reine Fotografen die gebrauchte A6400. Beide sind APS-C und damit günstiger als Vollformat.
Was ist die beste Sony Hybridkamera für Foto und Video? In APS-C die A6700, in Vollformat die A7 IV. Beide sind für mich Gamechanger. Die A6700 hat sogar den KI-Autofokus, den die A7 IV nicht bietet.
Warum hat die FX30 nur 12 Megapixel und ist trotzdem gut? Weniger Pixel bedeutet besseres Rauschverhalten bei wenig Licht. Für Video reichen 12 Megapixel locker, dafür bekommst du einen starken Dual Base ISO.
Lohnt sich die A9 III für normale Videografen? Nein. Der Global Shutter zahlt sich vor allem bei Sport- und Wildlife-Fotografie aus. Für normales Video oder Foto reicht eine günstigere Kamera aus dem Lineup.
Welche Sony Kamera überhitzt am wenigsten? Die A7S III ist praktisch nicht überhitzungsanfällig. Kompakte Modelle wie die ZV-E1 oder A7C II werden bei langen Aufnahmen dagegen warm.
Willst du sehen, wie ich jede dieser Kameras live einordne, schau dir das ganze Video auf YouTube an. Und wenn deine Aufnahmen im Schnitt schon top aussehen sollen, ohne dass du dich durch Export-Menüs quälst: Schnapp dir mein gratis Premiere Pro Export-Preset für saubere 4K- und 1080p-Videos auf YouTube.



