Objektiv-Guide (Sony)

Sony A7IV Crop Mode: bestes APS-C Weitwinkel-Objektiv

Sony A7IV Crop Mode Objektiv gesucht? Warum APS-C Weitwinkel wie das Sony 11mm f1.8 im 1,5x-Crop der A7 IV die beste Wahl für Slow-Motion sind.

SSerkan · seroTechContent Creator aus Frankfurt 23. August 2023 6 Min Lesezeit
TL;DR: Sobald du an der Sony A7 IV in 50p oder 60p filmst, schneidet die Kamera mit Faktor 1,5 ins Bild (Crop Mode). Genau dann darfst du günstige APS-C Weitwinkel nutzen statt teurer Vollformat-Gläser. Mein Favorit ist das Sony 11mm f1.8 (umgerechnet 16,5mm im Vollformat), als Preis-Tipp das Sigma 16mm f1.4. Beide klein, leicht, scharf.

Basiert auf meinem Video: PROBLEM GELÖST! Sony A7IV & A7C II Crop Mode OHNE CROP!

Du willst an der A7 IV Slow Motion filmen und stolperst über diesen 1,5er Crop, der dir das Weitwinkel klaut? Die meisten sehen das als Nachteil. Ich sehe es genau andersrum: Der Crop ist deine Eintrittskarte in die günstige APS-C Objektiv-Welt. Ich hab die Kombi seit über einem Jahr im Einsatz und ehrlich, man sieht den Unterschied zum Vollformat-Glas kaum.

Warum ist der Crop Mode an der A7 IV kein Nachteil?

Der 1,5x-Crop ist ein Vorteil, weil du dadurch mehr Brennweite bekommst und APS-C Objektive verwenden kannst. Klar, wenn du 50mm willst, willst du 50mm im vollen Format haben. Aber dreh den Spiess um: Du steckst ein 35mm drauf, croppst mit 1,5 und hast plötzlich rund 50mm. Ein Sigma 30mm wird im Slow-Motion-Crop zu etwa 45mm. Aus einem 200mm-Tele werden ungefähr 300mm Reichweite, ohne dass du ein neues Objektiv kaufst.

Der Crop passiert automatisch, sobald du an der A7 IV auf 50p oder 60p gehst. Das ist der Moment, in dem sich die günstigen APS-C Gläser lohnen. Mehr zur Kamera selbst steht im Sony A7 IV Hybrid-Kamera Guide. Wenn du grundsätzlich wissen willst, wie sich APS-C Objektive an Vollformat-Kameras verhalten, hab ich das dort ausführlich erklärt.

Welches Weitwinkel-Objektiv für den A7 IV Crop Mode?

Mein klarer Favorit ist das Sony 11mm f1.8. Es ist winzig, leicht und deckt genau die Weitwinkel-Ecke ab, die du im Crop brauchst. Umgerechnet sind das rund 16,5mm im Vollformat, also echtes Ultraweitwinkel. Für Vlogging, Travel, Landschaft und Architektur beziehungsweise Real Estate ist das ein dickes Plus.

Warum ich das Objektiv bis zum Himmel lobe:

1. Größe und Gewicht. So klein, dass es auf einem Gimbal oder beim Vloggen kaum auffällt. 2. XD-Linear-Fokusmotor. Damit fokussierst du manuell akkurat und gleichbleibend. Für Videografen ist der manuelle Fokus Gold wert, und der Autofokus profitiert mit. 3. Bedienung. Es hat einen AF/MF-Switch und einen frei programmierbaren Button direkt am Objektiv. 4. Preis. Gebraucht bekommst du es schon für rund 400 bis 450 Euro.

Reichen dir die 16mm-Äquivalent nicht, greifst du zum Sony 14mm. Das kostet aber über 1.000 Euro. Details zum Favoriten hab ich im Sony 11mm f1.8 Review aufgeschrieben.

Der eine Haken am Sony 11mm

Das Sony 11mm hat einen kleinen Frontfilter-Durchmesser von 55mm ABER genau das macht es leicht und günstig, und mit dem richtigen Adapter löst du das Filter-Problem sauber. Vollformat-Objektive fangen erst bei 67mm an, mein Sigma 24-70mm und mein Sony 16-35mm haben sogar 82mm.

Wenn du deine ND-Filter von den grossen Gläsern weiter nutzen willst, brauchst du einen Step-Up-Ring. Kauf einen, der direkt von 82mm auf 55mm runtergeht, nicht in mehreren Stufen. Sonst handelst du dir eine Vignette ein. Und film nicht bei komplett offener Blende, sonst siehst du am Rand ebenfalls eine leichte Vignette. Wie du ND überhaupt sinnvoll einsetzt, steht im Objektiv-Filter Guide zu ND, CPL und variablen NDs.

Sony 11mm oder Sigma 16mm: was ist besser?

Willst du den ganzen Schnickschnack nicht oder soll es günstiger sein, nimm das Sigma 16mm f1.4. Das ist der Klassiker, den fast jeder Einsteiger und viele Streamer gekauft haben. Es hat keinen AF/MF-Switch, keinen Custom-Button, nichts. Nur einen manuellen Fokusring, sonst blanco. Und trotzdem ist es sensationell scharf.

Für Streaming, Landschaft, Vlogging, Real Estate und sogar Portraits macht das Sigma eine top Figur. Meine ganze Praxis dazu steht im Sigma 16mm f1.4 Test.

Objektiv Vollformat-Äquivalent (1,5x) Bedienung Preisklasse Für wen
Sony 11mm f1.8 ~16,5mm AF/MF-Switch + Custom-Button, XD-Motor ~400-450 EUR gebraucht Vlogger, Videografen, die manuell fokussieren
Sigma 16mm f1.4 ~24mm nur Fokusring günstig Einsteiger, Streamer, Preis-bewusste
Sony 15mm f1.4 G ~22,5mm AF/MF-Button + Blendenring teurer wer neueren AF und Blendenring will
Sony 10-20mm f4 G PZ ~15-30mm Power-Zoom über 2.000 EUR Zoom-Fans, die Flexibilität brauchen

Was ist mit dem Sony 15mm f1.4 G?

Das Sony 15mm f1.4 G ist die teurere Alternative zum Sigma 16mm, und die beiden nehmen sich im Bild kaum etwas. Der Unterschied liegt im Detail: Das Sony hat das neuere, minimal bessere Fokussystem, dazu einen Blendenring und einen AF/MF-Button. Die Sigma bringt ausser dem Fokusring nichts mit, ist dafür günstiger.

Optisch siehst du kaum einen Unterschied. Wenn dir Blendenring und Bedienung am Objektiv wichtig sind, nimm das Sony 15mm f1.4 G. Willst du das Geld sparen, bleibt das Sigma die ehrlichere Wahl.

Lohnt sich ein Weitwinkel-Zoom im Crop Mode?

Willst du nicht mit Festbrennweiten wechseln, ist das Sony 10-20mm f4 G Power Zoom das Pendant zum Vollformat-Sony 16-35mm, nur kleiner und leichter im Crop. Es kostet über 2.000 Euro, hat aber trotz Zoom nur einen 55mm-Durchmesser, also brauchst du auch hier einen Step-Up-Ring. Mehr dazu im Sony 10-20mm f4 G Weitwinkel-Zoom Test.

Es gehen auch andere Zooms wie das Tamron 17-70mm oder das Sigma 16-50mm. Das Sigma 16-50mm entspricht im Vollformat grob 24mm bis 75mm. Diese Range deckt so viel ab, dass du kaum noch ein weiteres Objektiv brauchst. Eine breitere Kaufberatung gibt es in meinem Guide zu den besten APS-C Weitwinkel-Objektiven für Sony.

So gehst du beim Kauf vor

1. Stell die A7 IV auf 50p oder 60p und prüf, dass der 1,5x-Crop aktiv ist. 2. Überleg, ob du eher weit brauchst (Vlogging, Architektur) oder flexibel sein willst (Zoom). 3. Für Weitwinkel mit Fokus auf Video: Sony 11mm f1.8. 4. Für denselben Look zum kleineren Preis: Sigma 16mm f1.4. 5. Für Zoom-Flexibilität: Sony 10-20mm f4 G oder Sigma 16-50mm. 6. Denk an den passenden Step-Up-Ring, wenn du ND-Filter von grossen Gläsern nutzt.

Häufige Fragen

Warum croppt die Sony A7 IV in Slow Motion? Sobald du auf 50p oder 60p schaltest, liest die A7 IV nur den mittleren Sensorbereich aus. Daraus ergibt sich ein Crop-Faktor von 1,5, so als hättest du eine APS-C Kamera. Genau deshalb passen APS-C Objektive dann perfekt.

Kann ich APS-C Objektive an der A7 IV verwenden? Ja. Im 50p/60p-Crop oder im manuell aktivierten APS-C-Modus nutzt du sie ohne dunkle Ecken. Das spart Geld und Gewicht, weil APS-C Weitwinkel deutlich günstiger sind als Vollformat-Gläser.

Was ist das beste APS-C Weitwinkel für den A7 IV Crop Mode? Für Video das Sony 11mm f1.8 wegen Größe, Gewicht und dem sauberen manuellen Fokus. Willst du sparen, ist das Sigma 16mm f1.4 optisch fast gleichwertig.

Was bedeutet das Sony 11mm im Vollformat? Mit dem 1,5x-Crop entspricht das 11mm rund 16,5mm im Vollformat, also echtes Ultraweitwinkel für Vlogging und Architektur.

Brauche ich einen Step-Up-Ring? Nur wenn du ND-Filter von größeren Objektiven weiterverwenden willst. Nimm einen, der direkt auf 55mm runtergeht, sonst riskierst du eine Vignette.

Fazit und nächster Schritt

Der Crop an der A7 IV ist kein Fluch, sondern dein günstigster Weg zu scharfem Weitwinkel in Slow Motion. Sony 11mm f1.8 für Video, Sigma 16mm f1.4 für den kleinen Geldbeutel, fertig.

Wenn du danach nicht erst stundenlang im Menü rumsuchen willst: Meinen kompletten Sony A7 IV Settings-Download für 5 Euro spielst du direkt auf die Kamera und filmst sofort mit meinen Einstellungen los.

Ganzes Video auf YouTube ansehen

Passend dazu: Sony A7 IV Settings-Download (5,00 EUR) → zum Produkt
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Mein Tipp dazu
Kamera-Settings zum Download

Du willst dir das Nachklicken durch jedes einzelne Menü sparen? Meine kompletten Kamera-Video-Settings gibt es als fertigen Download — einfach übernehmen und direkt losfilmen.

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Content Creator aus Frankfurt. Auf seroTech zeige ich cinematisches Filmmaking, Kamera-Technik und Color Grading — ehrlich eingeordnet aus der echten Praxis, mit Sony & DJI im Einsatz.

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